40 Jahre Neu-Olvenstedt 1976 – 2015

Von seinen Anfängen
bis in die Gegenwart

40 Jahre  Magdeburg Neu-Olvenstedt

1976 – 2015

Seit Fertigstellung der ersten Fassung unserer Stadtteilgeschichte für den Zeitraum von 1976 bis 2005 (1. bis 3.Kapitel) sind jetzt zehn Jahre vergangen.
Wir haben den weiteren Verlauf des Geschehens in unserem Stadtteil in den Folgekapiteln 4 und 5 für den Zeitraum 2005 bis 2015 chronologisch zusammengestellt und die ersten drei Kapitel mit neu recherchierten Daten und interessanten Informationen, Berichten und einer Reihe von Bild- und Zeitungsdokumenten ergänzt. Spannende Artikel über Olvenstedt, die nach unserer Meinung historisch wertvoll sind, sind neu eingefügt.
Unsere Zielstellung ist es, im nächsten Jahr (2016) eine komplett überarbeitete, mit weiteren interessanten Details vervollständigte Chronik zum Anlass

„40 Jahre Magdeburg Neu-Olvenstedt“
1976 bis 2015

vor zu stellen.

In den letzten 10 Jahren ist in unserem Stadtteil vieles abgerissen, zurückgebaut und umgestaltet worden, etliches neu entstanden, anderes, auch erhaltenswertes, gänzlich verschwunden.
Die soziale und Altersstruktur der Wohnbevölkerung hat sich weiter ungünstig entwickelt. Die Einwohnerzahl liegt seit einigen Jahren knapp über 10 000.
Das bisher gewohnte äußere Erscheinungsbild unseres Stadtteils ist an vielen Stellen komplett verändert worden. Ein Blick von der Olvenstedter Chaussee Richtung Marktplatz Olven I auf die hier angrenzende Bebauung zeigt dies eindrucksvoll und kann stellvertretend für viele andere Teile unseres Stadtteils genannt werden.
Davon sollte sich jeder Bewohner und Besucher bei einem Rundgang ein eigenes Urteil bilden.
Wir sind weiterhin der Meinung, dass wie Mitte der 1970iger Jahre immer noch von einem

„Experimentalwohngebiet an der Olvenstedter Chaussee“

gesprochen werden muss, da ein Ende der intensiven Auf-, Um- und Abbautätigkeiten auch heute nicht abzusehen ist.
Dürfen wir überhaupt noch von einem Stadtteil „Neu-Olvenstedt“ sprechen.
Eher wohl nicht!

Im Jahr 2005 begann der flächenhafte Abriss und Rückbau von mehrgeschossigen Wohnhäusern, von Schulen und Kindertagesstätten.
Die Notwendigkeit hierfür ergab sich zwangsläufig, da Neu-Olvenstedt seit Mitte der 1990iger Jahre zweidrittel der Bewohner (von ehemals 30 000 auf 10 000) verloren hat (Beweggründe für die „massenhafte“ Abwanderung sind im 4.Kapitel zu finden), andere stadtplanerische Lösungen nicht erfolgreich waren und es zu einem extremen Wohnungsleerstandes im Stadtteil gekommen ist.
Nach dem Abriss, Rück- und Umbau zwischen 2005 und 2013 sind jetzt Tatsachen geschaffen worden, die es dringend erforderlich machen, für den Stadtteil insgesamt neue zukunftsweisende stadtplanerische Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Mit der Wiederbebauung mit Eigenheimen auf Abrissflächen an den Rändern des Stadtteils, wie im „Düppler Grund“, im „Westlichen Rennebogen“, „An den Gärten“, demnächst auch „Am Sternsee“ ist die grundsätzliche Problematik der weiteren Stadtteilentwicklung nicht gelöst.
Auch neue Herausforderungen künden sich seit Ende letzten Jahres an (hierzu Kapitel 4 und 5).
Eine zusammenhängende Wohnbebauung ist nur noch in der Hans-Grade-Straße / Johannes-Göderitz-Straße, also im 1.Bauabschnitt nördlich und südlich des Parkweges und im Scharnhorstring / Gneisenauring mit zwei vakanten Schulen, deren Zukunft in den Sternen steht, anzutreffen.
Südlich der Johannes-Göderitz-Straße liegt heute im Olvenstedter Scheid das eigentliche Zentrum des Stadtteils mit einer Reihe von Einkaufsmärkten, Geschäften, Gaststätten, einer Filiale der Stadtsparkasse, einem Ärztehaus und Apotheke.
In allen übrigen Teilen des Stadtteils (westlich der Straßenbahntrasse und südlich der Olvenstedter Chaussee), ausgenommen der Bereich um Olven I, sind nur noch bewohnte Reste der ehemaligen Bebauung zu finden, die einem vernünftigen, vorzeigbaren Stadtbild gänzlich widersprechen und auf Dauer so auch nicht zu halten sind.
Die geplanten Abrissmaßnahmen sind bisher nicht abgeschlossen und werden wohl noch Jahre in Anspruch nehmen.
Zukünftig werden bei der weiteren Stadtteilplanung vor allem die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse eine ganz entscheidende Rolle spielen.
Unser Eindruck ist, dass die privaten Wohneigentümer mit einem erheblichen Bestand an Wohnungen im Stadtteil bisher von ihrer Verantwortung für das zukünftige Aussehen des Stadtteils völlig unbeteiligt gelassen werden.
Bei einem Rundgang durch unseren Stadtteil kann man sich auch davon überzeugen.
Was macht eigentlich das Stadtteilmanagement?
Die Einsetzung eines Stadtteilkoordinators wäre auf jeden Fall überlegungswert.

Neu-Olvenstedt, März 2015

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